Ein Lepradorf in Indien
Das Projekt
Seide, die große Hoffnung

Nachdem alle großen Bauarbeiten in Little Flower abgeschlossen waren, war es notwendig, für all jene, die in diesem Bereich gearbeitet haben, für all jene auch, die durch ihre Verstümmelungen nicht weiter behindert waren und in diesem Sinne voll produktiv sein konnten, einen neuen Arbeitsbereich zu etablieren.

Die Anfänge dieses Projektes liegen mehr als zehn Jahre zurück. Heute arbeiten auf 24 Webstühle je nach Bedarf 40 Weber. Im ganzen Workshop sind in diesem Bereich Arbeitsplätze für 60 bis 70 Leprakranke geschaffen worden.
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Die monatlichen Gehälter dieser Arbeiter liegen bei ca. 60.000 INR (1.000€). Insgesamt sind 300 Arbeiter am Webstuhl geschult, neben den ArbeiterInnen in Sunderpur leben viele von ihnen in den Kolonien. Sie alle sind jederzeit einsatzbereit, wenn es die Auftragslage verlangt. 300 Spinnräder sind über ganz Sunderpur verteilt, viele stehen in den privaten Häusern, um Frauen die Möglichkeit einer freien Arbeitseinteilung neben Haushalt und Kindern zu ermöglichen. Im Monat werden ca. 1000 Meter Seide produziert, etwa 2000 Meter Seide ist stets lagernd.

Das Färben der Seide

Es gibt drei unterschiedliche Arten, die Seide zu färben:
  1. Den Kokon
  2. Das Garn
  3. Den Stoff
Damit können jeweils unterschiedliche Effekte erzielt werden. In Sunderpore selbst wird nur der Kokon gefärbt, das Garn selbst ist zu kompliziert, dieser Auftrag wird nach außen vergeben.
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